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von Antje Metzger und Cornelia Helmcke Ein ganzes Wochenende lang werden an immer mehr Universitäten in Deutschland die Eltern mit speziellen „Elternausweisen“ in die Städte gelockt. Empfang im Audimax, vergünstigtes Mensaessen, Veranstaltungen zum Hineinschnuppern – Einblicke in das Leben eines Studenten, aber nicht in das irgendeines, sondern in das des eigenen Kindes. Die Stadt Münster [...]
von Antje Metzger und Cornelia Helmcke
Ein ganzes Wochenende lang werden an immer mehr Universitäten in Deutschland die Eltern mit speziellen „Elternausweisen“ in die Städte gelockt. Empfang im Audimax, vergünstigtes Mensaessen, Veranstaltungen zum Hineinschnuppern – Einblicke in das Leben eines Studenten, aber nicht in das irgendeines, sondern in das des eigenen Kindes. Die Stadt Münster machte es 2005 vor. Mit einer groß angelegten Marketingaktion mit dem Motto „Elternalarm“ sicherte sich die Universitätsstadt über 800 Besucher. Diese ließen sich nicht nur über den Campus, sondern konnten auch dank ihres ausgestellten Ausweises frei den ÖPNV benutzen und vergünstigt kulturelle Veranstaltungen besuchen. „Wir wollen den Hochschulstandort stärken und die Eltern touristisch an die Stadt binden“, offenbarte Hermann Meyersick vom Stadt-Marketing.

Wenn Mutti mit in die Uni kommt
Doch mit diesen Aktionen werden nicht nur potentielle Touristen in die Städte geholt, sondern auch die Einbindung der Eltern in das Leben ihrer Kinder verstärkt. Einige mögen dies begrüßen, doch zeigen auch Beispiele aus England oder aus den USA, welche Formen dies annehmen kann. Die Eltern greifen dort stark in die Wahl des Studiums und die Karriere ihres Nachwuchses ein. In England können Studienplatzbewerber ihre Eltern sogar per Vollmacht zu offiziellen Managern ihrer Bewerbung machen. Prof. Dr. Thomas Hoeren von der Universität Münster meint zu diesem Trend, dass Eltern heutzutage nicht mehr ohne weiteres bereit seien, Studienverlauf und Studienbedingungen ihrer Kinder kommentarlos zu akzeptieren. Gerade vor diesem Hintergrund sei der Elternalarm ein erstes Signal, dass die Hochschulen die Bedürfnisse der Eltern ernst nehmen.
Sogenannte „helicopter parents“ werden jedoch von vielen Seiten als eine Gefährdung der Eigenverantwortlichkeit junger Menschen gesehen. Diese würden die Köpfe ihrer Nachkömmlinge wie ein Hubschrauber im Dauereinsatz umkreisen und sie jeglicher Entscheidungsgewalt berauben. Die Universität Münster veranstaltet 2010 ihren fünften „Elternalarm“ und auch Aachen und Osnabrück ziehen nach. Ob der sich Trend fortsetzt, bleibt abzuwarten. In Kiel zumindest ist solch ein Vorhaben noch nicht in Betracht gezogen worden – schließlich ist es Eltern jeder Zeit möglich, die Hochschulen zu besuchen.
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Ex-Kieler schreibt zu "„Studierende sind grundsätzlich eine Spur alternativer“":
"Vorher gab es ja keine grüne Hochschulgruppe, weswegen wir uns gegründet haben" Die gab es schon und hat durchaus gute Arbeit geleistet. Weil es zwischenzeitlich keinen Nachwuchs gab hat sich die Grüne HSG zur Auflösung entschlossen. Immer schön sachlich richtig bleiben!

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