… zu Gast in Kiel

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Datum: 14.4.09

Kategorie: Kultur

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Einen besonderen Augenschmaus bietet die Kunsthalle ihren Besuchern seit dem 4. April. In einer umfassenden Werkschau des 1967 in Tel Aviv geborenen Künstlers TAL R werden erstmals Arbeiten aus unterschiedlichen Phasen und Projekten des Künstlers gezeigt. TAL R ist nicht festgelegt in der Wahl seines Mediums, vielmehr gehört der stete Wechsel zum Bestandteil seines künstlerischen [...]

Einen besonderen Augenschmaus bietet die Kunsthalle ihren Besuchern seit dem 4. April. In einer umfassenden Werkschau des 1967 in Tel Aviv geborenen Künstlers TAL R werden erstmals Arbeiten aus unterschiedlichen Phasen und Projekten des Künstlers gezeigt. TAL R ist nicht festgelegt in der Wahl seines Mediums, vielmehr gehört der stete Wechsel zum Bestandteil seines künstlerischen Wirkens selbst. Er variiert. Skulptur, Collage, Fotografie oder Zeichnung, wobei er stets zu seinem Kernmedium, der Malerei, zurückfindet. Farbenfroh kommen seine Werke daher, oft spielerisch in der Ausführung, um dann wieder zu kristallinen oder amorphen Grundmustern mit teils geometrischer Präzision zurückzukehren. TAL R beschreibt seine Werke als „Kolbojnik“, was soviel wie „Mülleimer“ heißt: TAL R trägt gesellschaftlichen Müll zu Grabe. „Wir sind sowieso nichts als kleine Stückchen im großen Ganzen“, philosophiert TAL R ironisch, dabei nie ohne einen gewissen Ernst. Als Sohn eines israelischen Vaters und einer dänischen Mutter ist er ein Wandler zwischen den Welten, der mit seiner Arbeit und seinem Schaffen zu einem Verwandler der Welten avanciert. Insgesamt 109 Objekte unterschiedlicher Größe, Form und Farbe warten in der Kunsthalle. TAL R zeigt, wie aus Teilen das Ganze erwachsen kann und umgekehrt. Er folgt dabei seinen eigenen Spielregeln, reiht Klischee an Klischee und immer gibt es dabei auch eine sprachliche Metaebene, die die Tür zur neuen Idee öffnet. Selten wird sich erneut die Gelegenheit ergeben, einen solch zwiespältigen und zugleich in sich ruhenden Künstler und sein Wirken betrachten zu können. Ein Besuch ist daher mehr als nur empfehlenswert.



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