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	<title>Comments on: </title>
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	<link>http://der-albrecht.de/2009/11/21/leben-auf-der-platte/</link>
	<description>Unabhängige Hochschulzeitung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel</description>
	<lastBuildDate>Sun, 22 Jan 2012 12:08:30 +0000</lastBuildDate>
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		<title>By: Spinosaurus platypoides</title>
		<link>http://der-albrecht.de/2009/11/21/leben-auf-der-platte/#comment-18</link>
		<dc:creator>Spinosaurus platypoides</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 17:42:24 +0000</pubDate>
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		<description>Aufgrund des Anstiegs der antisozialen bzw. sozialfaschistischen Tendenzen dieser alternativenarmen Gesellschaft im Schatten des Raubtier-Kapitalismus wird die Zukunft wahrscheinlich mehr Obdachlose produzieren. Eine Gesellschaft, die Menschen vorgegebenen Lebenswegen zuschneidern will, anstatt ihre spezifische Individualität von Grund auf zu achten, verursacht eine gewisse Menge zukünftig Obdachloser selbst, auch Solche, denen aus dem Grund fehlender Lebensalternativen diese Lebensweise als einzig freie Wahl übrig bleibt.
Seltsam ist die Situation nicht.  In einer Zeit, in der die Bedeutung des Lebenswertes von Menschen darüber definiert wird, ob oder wie viel Geld / Leistung aus ihnen herauszuholen ist, leidet die Erzählung von der Würde besonders unter der sozialen Behinderung, welche in den Köpfen der erlesenen Kreise eingenistet wächst, und durch die Auswirkungen der Realitätsentfernung stets voran getrieben wird.

Wie kann man es vorziehen, sich den &#039;Hilfsangeboten&#039; zu entziehen? Erst mal fragt selten Jemand, ob man wirklich jedem Detail einer wohl gemeinten Hilfe bedarf. Es fragt niemand an, wo individuelle Würde beginnt, oder wo sie endet. Es kann vorkommen, dass individuelle Bedürfnisse nicht einmal berücksichtigt werden.  Bedienstete kommen einem teilweise schlecht geschult vor, oder ihnen mangelt an Auseinandersetzung mit  Rücksicht und Lebenswirklichkeit in der sozial schwierigen Zone. Selbsterfahrung über einige Jahre wäre der ideale Weg, dies zu lernen. Der Schluss, dass ein Mensch &quot;eben nicht will&quot; sitzt locker in der Hosentasche, man muss ihn nur hervorholen. Hilfsangebote entstreben der Bedeutung des Begriffs, wo Zwang oder Behandlungsformen angewendet werden, welche weder Privatsphäre noch Gesundheitsbedürfnisse respektieren. Nur weil Obdachlose oft lange Zeiten &quot;draußen&quot; leben und hygienisch betrachtet nicht der unnatürlichen Ästhetikvorstellung von 1870 bis ? entsprechen, sind sie nicht automatisch wie Kleinkinder zu behandeln. Genausowenig, wie man automatisch doof ist, nur weil man keinen Schulabschluss hat. Einengungen und Missachtung der Persönlichkeit bzw. Würde und Unverständnis für wirklichkeitsgetreue Lebensumstände sind Gründe, die einen von &#039;Hilfe&#039; lieber Abstand nehmen lassen. Zwangsbeschäftigung und irrealistische Verbote
( beispielsweise für hoffnungslose Alkoholkranke, Komorbiditätsproblematiker oder Tourette )  einer mehr. Für mich war es die Rückständigkeit, Eingeengtheit, Alternativlosigkeit Eures Systems und Verarmung bzw. soziale Erkaltung, die ich in Eurer Gesellschaft, auch in Kiel leider wieder erleb(t)e.

Was nur macht es unmöglich, in Kiel eine größere Container-Anlage zu errichten, bzw. jahrelang leer stehende Häuser, die beheizt werden, für Obdachlose zu öffnen? Ist es  das unbedingt notwendige Bier nach Feierabend, die Edel-Prostituierte oder ein möglicherweise zart vergälltes Glas aus der Rothschild-Sammlung, das den Hochwohlgewählten abgehen mag? Auch die Obdachlosen sind Menschen, die von Eurer Wohlstandsgesellschaft &#039;entwickelt&#039; wurden, also benehmt Euch ihnen gegenüber anständig. Das kann schon damit anfangen, indem ihr Kurse im Grüßen belegt...

Im Bodelschwingh-Haus läuft schon Vieles ganz in Ordnung, nur das Rausekeln von Mitarbeitern mit sozialem Weltverständnis solltet Ihr lassen, denn das verschlechtert nicht nur für die Bewohner den Sozialen Quotienten. ( EQ x IQ = SQ² ) Gruß an die Oberindianer ;-)

Es gibt also durchaus Menschen, die sich aus freien Stücken zu einem Leben außerhalb der Ausbeutungsmaschinerie in der Gesellschaft des Forcierens und Drückens entscheiden. Ich bin einer davon.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aufgrund des Anstiegs der antisozialen bzw. sozialfaschistischen Tendenzen dieser alternativenarmen Gesellschaft im Schatten des Raubtier-Kapitalismus wird die Zukunft wahrscheinlich mehr Obdachlose produzieren. Eine Gesellschaft, die Menschen vorgegebenen Lebenswegen zuschneidern will, anstatt ihre spezifische Individualität von Grund auf zu achten, verursacht eine gewisse Menge zukünftig Obdachloser selbst, auch Solche, denen aus dem Grund fehlender Lebensalternativen diese Lebensweise als einzig freie Wahl übrig bleibt.<br />
Seltsam ist die Situation nicht.  In einer Zeit, in der die Bedeutung des Lebenswertes von Menschen darüber definiert wird, ob oder wie viel Geld / Leistung aus ihnen herauszuholen ist, leidet die Erzählung von der Würde besonders unter der sozialen Behinderung, welche in den Köpfen der erlesenen Kreise eingenistet wächst, und durch die Auswirkungen der Realitätsentfernung stets voran getrieben wird.</p>
<p>Wie kann man es vorziehen, sich den &#8216;Hilfsangeboten&#8217; zu entziehen? Erst mal fragt selten Jemand, ob man wirklich jedem Detail einer wohl gemeinten Hilfe bedarf. Es fragt niemand an, wo individuelle Würde beginnt, oder wo sie endet. Es kann vorkommen, dass individuelle Bedürfnisse nicht einmal berücksichtigt werden.  Bedienstete kommen einem teilweise schlecht geschult vor, oder ihnen mangelt an Auseinandersetzung mit  Rücksicht und Lebenswirklichkeit in der sozial schwierigen Zone. Selbsterfahrung über einige Jahre wäre der ideale Weg, dies zu lernen. Der Schluss, dass ein Mensch &#8220;eben nicht will&#8221; sitzt locker in der Hosentasche, man muss ihn nur hervorholen. Hilfsangebote entstreben der Bedeutung des Begriffs, wo Zwang oder Behandlungsformen angewendet werden, welche weder Privatsphäre noch Gesundheitsbedürfnisse respektieren. Nur weil Obdachlose oft lange Zeiten &#8220;draußen&#8221; leben und hygienisch betrachtet nicht der unnatürlichen Ästhetikvorstellung von 1870 bis ? entsprechen, sind sie nicht automatisch wie Kleinkinder zu behandeln. Genausowenig, wie man automatisch doof ist, nur weil man keinen Schulabschluss hat. Einengungen und Missachtung der Persönlichkeit bzw. Würde und Unverständnis für wirklichkeitsgetreue Lebensumstände sind Gründe, die einen von &#8216;Hilfe&#8217; lieber Abstand nehmen lassen. Zwangsbeschäftigung und irrealistische Verbote<br />
( beispielsweise für hoffnungslose Alkoholkranke, Komorbiditätsproblematiker oder Tourette )  einer mehr. Für mich war es die Rückständigkeit, Eingeengtheit, Alternativlosigkeit Eures Systems und Verarmung bzw. soziale Erkaltung, die ich in Eurer Gesellschaft, auch in Kiel leider wieder erleb(t)e.</p>
<p>Was nur macht es unmöglich, in Kiel eine größere Container-Anlage zu errichten, bzw. jahrelang leer stehende Häuser, die beheizt werden, für Obdachlose zu öffnen? Ist es  das unbedingt notwendige Bier nach Feierabend, die Edel-Prostituierte oder ein möglicherweise zart vergälltes Glas aus der Rothschild-Sammlung, das den Hochwohlgewählten abgehen mag? Auch die Obdachlosen sind Menschen, die von Eurer Wohlstandsgesellschaft &#8216;entwickelt&#8217; wurden, also benehmt Euch ihnen gegenüber anständig. Das kann schon damit anfangen, indem ihr Kurse im Grüßen belegt&#8230;</p>
<p>Im Bodelschwingh-Haus läuft schon Vieles ganz in Ordnung, nur das Rausekeln von Mitarbeitern mit sozialem Weltverständnis solltet Ihr lassen, denn das verschlechtert nicht nur für die Bewohner den Sozialen Quotienten. ( EQ x IQ = SQ² ) Gruß an die Oberindianer ;-)</p>
<p>Es gibt also durchaus Menschen, die sich aus freien Stücken zu einem Leben außerhalb der Ausbeutungsmaschinerie in der Gesellschaft des Forcierens und Drückens entscheiden. Ich bin einer davon.</p>
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