Ein Partnertausch als Treuetest – und dennoch gibt es bei Mozart eine Menge zu lachen
Mozarts „Così fan tutte“ in der Kieler Oper
von Imke Schröder
Betrunkene haben bekanntlich die besten Ideen: Don Alfonso (Kyung-Sik Woo) möchte seinen Freunden Guglielmo (Tomohiro Takada) und Ferrando (Yoonki Baek) beweisen, dass ihre Frauen nicht treu sind. Denn „Die Treue der Frauen ist wie der Phönix aus Arabien; dass es ihn gibt, behauptet ein jeder, wo er ist, weiß keiner,“ dessen ist sich Don Alfonso sicher. So ersinnen sie eine List, durch die die Freundinnen überführt werden sollen. Die beiden Männer geben vor, auf einen lebensgefährlichen militärischen Einsatz berufen zu werden, zu dem sie sofort in See stechen müssen. Der Abschied fällt dramatisch aus, begleitet vom Chor, der „Jungs, kommt bald wieder“ schmettert.
Doch die beiden Freunde kehren in der Verkleidung à la braungebrannter, südländischer Türsteher zurück und machen den niedergeschlagenen Frauen ihr Aufgebot. Mithilfe der Haushälterin Despina schafft es Don Alfonso die Schwestern Fiordiligi (Susan Gouthro) und Dorabella (Amira Elmadfa) davon zu überzeugen, dass ihre Männer ihnen ganz gewiss auch nicht treu sein werden. Despina betont, dass „das zitternde Laub, die unsteten Winde (…) beständiger als alle Männer“ sind. So gibt sich Dorabella relativ schnell ihrem „neuen“ Verehrer Guglielmo hin, der der eigentliche Freund ihrer Schwester ist. Ferrando wiederum testet die Treue von Fiordiligi, die ihn zuerst abweist.
Freudig will er seinem Freund von der Treue seiner Freundin berichten, muss dann aber von dem Betrug seiner eigenen Freundin erfahren. Am Boden zerstört setzt er seine ganze Energie in die Verführung Fiodiligis, die ihm am Ende nachgibt. Beide Schwestern wollen ihre neuen Geliebten nun heiraten, und werden von der als Notar verkleideten Despina getraut. Erst da deckt Don Alfonso das ganze Spiel auf, was ihm einen beträchtlichen Wettgewinn einbringt.
Die Inszenierung von Siegfried Bühr hat den Sprung ins Heute geschafft. Mozarts klassische “Opera buffa”,eine scherzhafte Oper, wird in einen Vorstadtbungalow versetzt, die Schwestern schwärmen so ganz nebenbei für Robert Pattinson, und die Reise in den Krieg wird mit „Peace“ Zeichen und einer kleinen Anti-Kriegs-Demo begleitet. Die Oper bekommt so sehr viel mehr Witz und Esprit, wobei aber Mozarts Texte zum großen Teil zeitlos ironisch geblieben sind. Dank der „Übertitel“, die auf eine Leinwand den deutschen Text des italienischen Stückes übersetzt, kann auch jeder der Handlung folgen. Dennoch muss man sich auf rund drei Stunden amüsanten Bäumchen-Wechsel-Dich-Spielchen einlassen. Aber die sechs Darsteller geben alles, dieses so kurzweilig wie möglich zu gestalten.
Weitere Aufführungstermine: 16. Mai um 19 Uhr, 20. Mai um 20 Uhr im Opernhaus
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Michi schreibt zu "Ich leih´ dir mein Auto":
Privates Carsharing finde ich eine sehr gute Idee und offensichtlich scheint es auch in Deutschland immer beliebter zu werden. Seit einiger Zeit gibt es neben Tamyca auch drei andere deutsche Anbieter, von denen ich rent'n'roll am besten kenne. Eventuell steht bereits ein fünfter in den Startlöcher. Carsharing ist meines Erachtens ein Beispiel für den globalen Trend der Collaborative Consumption, d.h. Güter und Dienstleistungen werden nicht mehr exzessiv individuell konsumiert, sondern gemeinschaftlich genutzt. Macht wahrscheinlich auch Sinn in Zeiten von Kli



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