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Datum: 08.6.10
Kategorie: Kultur
Schlagwörter: Equilibrium, Sechseckbau, Unitheater
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Vier Personen und verschiedene Beziehungskombinationen machen das Chaos im Stück “Hautnah” perfekt.
Die Theatergruppe „Equilibrium“ feierte mit ihrem neuen Stück „Hautnah“ Premiere im Sechseckbau
von Mira Wrede
Vier Charaktere, die sich über vier Jahre gegenseitig lieben, hassen, belügen und bewahrheiten. Das ist die grobe Handlung des Theaterstückes „Hautnah“ von Patrick Marbers, das am 28.05. Premiere im Sechseckbau feierte. In zum Teil sehr dreckiger Sprache wird dem Zuschauer ein Paradebeispiel an komplizierten Beziehungen geliefert, bei denen jeder jeden betrügt und doch immer wieder verzeiht – oder eben auch nicht. Zwischen den Zeilen über die Extremen der Liebe, die auf der Bühne programmiert werden, findet sich der eine oder andere sicher wieder und so geht das Stück auch mit einer gewissen Selbstreflexion einher. Alice, Anna, Dan und Larry stehen im Mittelpunkt der Handlung, was durch das schlichte aber raffinierte Bühnenbild und dem traditionellen Lichtkegel unterstrichen wird. Etwas Fantasie muss der Zuschauer schon mitbringen, so ist eine Stuhlreihe abwechselnd Warteraum einer Arztpraxis, Sitzgelegenheit in einem Aquarium oder Schauplatz in einem Stripclub. Gleichzeitig werden die Grenzen der Zeit gesprengt, so dass es gelingt Szenen, die zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden, gleichzeitig darzustellen. „Hautnah“ ist kein Stück, dass mit großem Herzschmerz und Dramatik über die verlorene Liebe aufwartet, sondern durch die pure Wahrheit über „moralische Vergewaltigung“ und die Ecken und Kanten der Liebe erzählt. Gleichzeitig werden jedoch auch herrlich komische Situationen geschaffen: „Ich liebe dich…aber ich muss mal pinkeln“. Mit viel derben Humor und einem Wortschatz, der vor allem aus „ficken“, „Schlampe“, „Fick“ und „Schwanz“ zu bestehen scheint, hebt sich die Handlung von den üblichen Liebesdramen ab und zeigt eine eigene Definition von Liebe, die die Realität schmerzlich genau abzubilden scheint. Insgesamt kann es sich jedoch negativ auf das Stück und auf die eigene Wahrnehmung auswirken, wenn man den dazugehörigen Film kennt, da es schwer fällt in keine vergleichende Haltung zu geraten. So würde der eine oder andere Mann Natalie Portman und die eine oder andere Frau sicher Jude Law vermissen. Fakt ist , dass die Theatergruppe Equilibrium mit guter schauspielerischer Leistung ein Stück auf die Bühne gebracht hat, das Liebe, Sex, Lüge und Wahrheit in authentischer Weise vermittelt.
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Birtheee schreibt zu "Eklektik BerlinIstan":
Ein Aufenthalt in Kiel ohne abends einen Blick ins Tuchholsky zu werfen geht nicht - man muss diese Kultdisco erlebt haben und selbst am Boden einmal kleben geblieben sein. Danach geht es dann mit einem Döner in der Hand auf einen Absacker in den Hanging Garden...

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