Taekwon-Do ist eine von vielen Kampfsportarten. Wir haben die traditionelle Variante ausprobiert.
Der Albrecht macht Sport
Der Sommer steht vor der Tür. Strandfigur ist angesagt. Ob Männlein oder Weiblein, wer fährt schon gern mit Winterspeck in den Urlaub? Doch nicht nur für den Sommer, auch ansonsten ist Fitness ja nichts schlechtes. Allerdings ist das Sportangebot der Uni reichlich und für viele unüberschaubar. Vielfalt ist toll, aber wer kann schon alles selber ausprobieren? Um uns und euch in Form zu bringen und die künftige Auswahl zu erleichtern, haben wir uns Folgendes überlegt: Ab sofort soll ein Einblick ins Sportprogramm der Uni den Albrecht um eine regelmäßige Sparte bereichern. Unter dem Motto: „Sportreport“ testen wir jedes Mal eine neue Sportart und stellen sie euch vor.
von Elisabeth Jaeger und Mira Wrede
Eine Gruppe von ca. 15 Personen füllt nach und nach den Raum. Sie sind mit einem weißem Anzug gekleidet, den man „Dobok“ nennt und bereiten sich auf die Taekwon-Do Stunde bei Shin-Gyu Kang vor. Der lichtdurchflutete Raum besticht durch einen großen Spiegel, welcher durch die deutsche und südkoreanische Flagge begrenzt wird. Kleine, weiße Kieselsteine umrahmen den hellen Holzschwingboden und geben dem Ganzen eine meditative Atmosphäre.
Verunsichert reihen wir uns in der letzten Reihe ein, um bloß nicht gesehen zu werden. Doch Shin-Gyu macht uns einen Strich durch die Rechnung und holt uns in die zweite Reihe. Schon in den ersten Minuten wird klar, dass es sich bei dieser Kampfsportart nicht um eine willkürliche Abfolge von Hand-und Fußbewegungen handelt, sondern um eine Choreografie, die viel Konzentration, Koordination und Präzision erfordert. Leicht überfordert machen wir die Bewegungen des Lehrers nach. Doch durch die individuelle Hilfestellung fassen wir immer mehr Selbstvertrauen, so dass unser gehauchter Versuch eines Kampfschreies dem Brüllen eines Löwen immer ähnlicher wird. „Nicht fragen, einfach machen“, erklärt uns Shin-Gyu und dies können wir bestätigen, da jede Bewegung ausreichend wiederholt wird und langes Nachdenken nur hinderlich ist.
Anhand der Sprachbefehle, wie zum Beispiel „Gyong-nye“(sich verbeugen), wird der koreanische Ursprung des Taekwon-Do deutlich. Es gibt sowohl die traditionelle als auch die dem Westen angepasste Form, wobei in dem 2007 gegründeten Kang- Center ausschließlich das traditionelle Taekwon-Do angeboten wird. Hier liegt das Augenmerk vor allem auf dem „Do“, welches für die geistige Ausbildung steht. Mit den bekannten Worten „Denn der Weg ist das Ziel“ erklärt Shin-Gyu die Philosophie, die er seinen Schülern beibringen will.
In diesem Sport geht es nicht darum andere anzugreifen und zu bekämpfen, sondern sich selbst zu verteidigen und die eigene Person immer wieder herauszufordern. Durch Disziplin und Durchhaltevermögen wird der Schüler des Taekwon-Do zum langfristigen Gewinner. Empfehlen können wir diese Sportart allen, die den Alltag für eine Stunde vergessen wollen und einen Sport suchen, der den ganzen Körper fordert.
Anfängerkurs: Dienstag 19:00-20:30 Uhr in der Gymnastikhalle des Sportforums
Weitere Informationen zu den Kursen und über das Kang-Center gibt es unter www.kang-center.de.
Hallo ihr beiden.
Diese Seite ist nun auf
http://server.sportzentrum.uni-kiel.de/sportarten/aktueller_zeitraum/_taekwondo_trad__form.html
http://hsp-hh.sport.uni-hamburg.de/angebote/aktueller_zeitraum/_traditionelles_taekwon_do.html
verlinkt.
Alle finden, dass der Artikel echt super geworden ist.
Vielen Dank nochmal an dieser Stelle.
VG Shin-Gyu