Bjarne Jacobsen

Bjarne studiert Sozio-Ökonomik an der CAU und ist seit dem Oktober 2024 beim ALBRECHT. Schwerpunktmäßig schreibt er über Kultur und Politik.

In Frankreich endet Literatur selten mit der letzten Buchseite. Viele Autor*innen prägen politische Debatten und beziehen öffentlich Stellung; von Émile Zola bis Annie Ernaux und Édouad Louis. Warum Literatur dort bis heute politische Macht besitzt, zeigt dieser Artikel.

Die neue WiSo-Bibliothek gilt als eines der Prestigeprojekte der CAU. Moderne Ausstattung und zentrale Lage überzeugen – doch wer dort lernen möchte, steht oft vor einem Problem: Es gibt zu wenige Arbeitsplätze.

Das Völkerrecht wirkt oft machtlos – doch ganz so einfach ist es nicht. Christoph Safferling zeigt in seinem Buch, warum internationale Normen trotz politischer Blockaden weiterhin Bedeutung haben und warum ihre Zukunft vom politischen Willen abhängt.

Der Albrecht: Du hast Philosophie studiert. Was ist dir davon geblieben?

Beslik: Also die Sache ist: Ich habe bis zu meiner Bachelorarbeit studiert, dann kam aber Corona. Leute reden immer mit mir und sagen: »Oh mein Gott, du hast Philosophie studiert« . Aber diejenigen, die wirklich Philosophie studiert haben oder da richtig drin sind – da kann ich nicht mithalten. Was ich aber mitgenommen habe, ist, mich für Dinge zu interessieren und mich auch wirklich auf einer intellektuellen Weise mit Sachen auseinanderzusetzen. Und ich habe gelernt, dass man sich wirklich über alles Gedanken machen kann. Und dass man dabei merkt, dass man wahrscheinlich nie zu einer endgültigen Antwort kommt. Das ist irgendwie gleichzeitig befreiend und anstrengend. Du kannst dich in jede Frage komplett reinsteigern, aber du kommst nie zu diesem Punkt, wo du sagst: »Das ist jetzt die Wahrheit.« Und ich glaube, das hat mich schon geprägt.

Die einzelnen Lebensgeschichten entfalten sich parallel und kreuzen sich immer wieder. Regisseurin Jana Milena Polasek macht daraus ein vielschichtiges Familienporträt über Verlust, Angst und die Frage, wie sehr Menschen die eigene Herkunft prägt. Die Vorlage stammt vom britischen Dramatiker Simon Stephens, dessen Stücke seit Jahren regelmäßig auf deutschen Bühnen zu sehen sind. In Am Ende Licht, das 2019 uraufgeführt wurde, verschränkt er mehrere Handlungsstränge zu einem dichten Geflecht aus Beziehungen, Konflikten und Sehnsüchten.

Über den Abend hinweg gelingt die Symbiose aus Orchester, Chor und den Solist*innen ausgezeichnet. So entstehen immer wieder Gänsehautmomente, etwa während der ersten Walpurgisnacht, wenn im Wechsel zwischen Solist*innen und der Chorempore vollbrünstig »Kommt, kommt, kommt mit Zacken und mit Gabeln« erschallt. Darüber hinaus überzeugt Universitätsmusikdirektor Daniel Kirchmann durch seine enorme Energie; mit vollem Körpereinsatz prägt er sichtbar das musikalische Geschehen.

Ein dänisches Paketboot wird zum moralischen Brennglas. »Der blinde Passagier« verhandelt Solidarität, Angst und Verantwortung im Angesicht nationalsozialistischer Verfolgung eindringlich beklemmend und hochaktuell.

Puccinis La Bohème im Audimax: Die Universitätsmusik Kiel bringt große Oper in den Hörsaal. Mit jungem Ensemble, emotionalem Spiel und überraschender Nähe zur studentischen Lebenswelt wird der Campus für einen Abend zum Opernhaus.

»Das Echo der Scheherazade« verbindet Erzählkunst, Schauspiel und Musik zu einem atmosphärischen Abend voller Fantasie und Dunkelheit. Zwischen Geschichten aus »Tausendundeiner Nacht« und Hofmannsthals »672. Nacht« entsteht auf der Studiobühne ein intensives, spartenübergreifendes Theatererlebnis.

In Amrum erzählt Hark Bohm vom Zerfall einer Welt: Ein Junge sucht auf der Nordseeinsel nach einem einfachen Honigbrot und stößt auf die moralischen Trümmer des Kriegsendes. Fatih Akin inszeniert das leise Drama zwischen Ideologie, Schuld und Neubeginn.

Jean-Remy von Matt, Mitgründer der bekannten Werbeagentur Jung von Matt, erzählt in AM ENDE kurze Geschichten aus seinem Leben – von der Werbewelt bis zur Kindheit, von großen Erfolgen bis zu Skandalen. Ein Buch voller Pointen, Extravaganz und Provokation, das unterhält, ohne sich zu ernst zu nehmen.

Bottsand Bootsbau in Wendtorf zeigt, wie junge Gründer traditionelles Handwerk mit innovativen Ideen verbinden. Von der eigenfinanzierten Gründung über die moderne Werfthalle bis hin zur Entwicklung einer Teak-Alternative – hier entsteht moderner Bootsbau.

Mit einem Rucksack auf dem Rücken und einer Tasche in der Hand stehe ich am Kieler Hauptbahnhof – meine neue Heimat für die nächsten Jahre. Die ersten Monate sind eine Mischung aus WG-Chaos, Stadterkundungen und den ersten Uni-Erfahrungen. Zwischen Fischbrötchen an der Kiellinie, verschneiten Stränden und langen Tagen in der Bibliothek lerne ich Kiel von all seinen Seiten kennen.

Demokratische Systeme geraten zunehmend in Bedrängnis. In den USA untergräbt ein Präsident die politischen Institutionen, während in Deutschland soziale Ungleichheit und Populismus das Vertrauen in die Demokratie erschüttern. Gleichzeitig stellen globale Krisen und autoritäre Staaten wie Russland und China demokratische Werte auf die Probe. Die Vortragsreihe „Zukunft der Demokratie“ bietet Einblicke in diese Herausforderungen und zeigt Lösungsansätze auf. Politikwissenschaftler Prof. Dr. Frank Decker eröffnete die Reihe mit einem spannenden Vortrag über die Aufgabe, Demokratie zu bewahren und zu stärken.

Wie Trump den Wahlkampf neu definierte:
Donald Trump nutzte 2024 Podcasts und Streams, um eine junge, oft unentschlossene Zielgruppe zu erreichen. Mit Millionen von Aufrufen setzte er neue Maßstäbe für politische Kommunikation – und zeigte, wie moderne Medien Wahlen beeinflussen können.