Die Schaugewächshäuser des Botanischen Gartens bieten eine kunstvolle Auszeit
Wer diese vorlesungsfreie Zeit von Büchern umzingelt in der Universitätsbibliothek verbringen muss, kann sich die Pause mit einem Besuch der aktuellen Skulpturenausstellung im Botanischen Garten verschönern.
Nur ein paar Meter von der Zentralbibliothek entfernt zeigt der in Eutin aufgewachsene Künstler Peter Bergmann (1941) in seiner Ausstellung Alte und neue Träume Skulpturen in verschiedensten Formen und Farben. Zu entdecken sind diese in den Schaugewächshäusern des Botanischen Gartens. Bergmann zeigt hier eine Vielfalt an Materialien, die von Holz über Keramik bis hin zu Stahl und Beton reicht. Auch bei den Farben bedient sich der Künstler an einem weiten Spektrum. Einige Werke sind leicht zwischen den saftig grünen Pflanzen zu entdecken und strahlen den Besucher*innen mit bunten, knalligen Farben und Mustern entgegen. Andere Skulpturen gliedern sich unauffällig und auf natürliche Art und Weise durch weichere Farben oder naturbelassene Holzmaserung in ihre Umgebung ein. Passend zu ihrem begrünten Umfeld sind manche Werke schwer zu finden: So wurden bei den Kakteen im Amerikahaus wärmere und trockenere Holzskulpturen aufgestellt, welche schmal und gen Decke ragend den umliegenden Kakteen ähneln. Es sind auch einige bewegliche Werke vorhanden, denen man im offenen Hof der Gewächshäuser begegnet. Bei einer leichten Brise schwingen diese hin und her und laden so zu einem längeren Beobachten ein.

© Amelie Rickers
Zwischen Bäumen schlummernde Kunst
Der Botanische Garten der CAU schmückt sich schon seit einigen Jahrzehnten mit dem Skulpturensommer, bei welchem Künstler*innen von Mai bis September ihre Werke auf dem Gelände ausstellen. Organisiert wird dieser von dem Freundeskreis des Botanischen Gartens, zu deren Gründungsmitgliedern auch Peter Bergmann zählt. Er hat den Skulpturensommer zwei Jahrzehnte lang ehrenamtlich kuratiert und ist nun selbst an der Reihe, seine Werke dort zu präsentieren.
Auch die letzten Skulpturensommer prägten den Botanischen Garten, da einige Werke als Leihgabe oder dauerhaft ihr Zuhause zwischen den Pflanzen gefunden haben. So entwickelte sich die grüne Oase am Ende der Leibnizstraße nicht nur zu einem Erholungsort, sondern auch zu einer Begegnung mit Kunst. Wenn du nun eine Auszeit vom Schreiben und Lernen brauchst, bietet der Botanische Garten eine Fülle an Schönheit, die darauf wartet, von dir entdeckt zu werden.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 13.09.2026, der Eintritt ist kostenfrei. Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 09:30 bis 17:30 Uhr.
Amelie studiert Kunstgeschichte und Pädagogik im Bachelor an der CAU.
Für den ALBRECHT schreibt sie seit Mai 2026, insbesondere über Kunst und Kultur.



