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Der 17. Opernball am Valentinstag unter dem Motto »Be my Valentine«

Glitzernde Abendgarderobe, Musik aus jeder Ecke und Liebe in der Luft. Unter dem Motto »Be my Valentine«verwandelte sich das Opernhaus Kiel am Valentinstag anlässlich des 17. Opernballs in den Schauplatz eines rauschenden Festes im Namen der Liebe. Rund zweitausend Gäste von jung bis alt feierten gemeinsam zwischen Herzluftballons bis in die frühen Morgenstunden.

Ein festlicher Auftakt 

Leuchtende Buchstaben des Wortes »LOVE« zierten die Bühne, als sich das Publikum erwartungsvoll auf seine Plätze begab. Unter der musikalischen Leitung von Felix Pätzold eröffnete ein zum Thema Liebe zusammengestelltes Bühnenprogramm den Abend. Begleitet vom Philharmonischen Orchester verband das Programm unter anderem Stücke von Mozart, Tschaikowski und Verdi mit Musicalklängen. Dabei gelang ein packendes Panorama aus Solist*innen und dem Opernchor des Theater Kiel. Als die georgische Mezzosopranistin Tatia Jibladze die Arie Mon cœur s´ouvre à ta voixaus Camille Saint-Saëns‘ Oper Samson und Dalila sang, konnte man förmlich spüren, wie sich die Herzen der Zuschauer*innen ihrer Stimme öffneten. Tiffany Köberich und Mischa Warken aus dem Schauspielensemble umrahmten die Vorstellung außerdem mit einer Poetry-Slam-Darbietung unter dem Titel About Love. Unmittelbar nach der Vorstellung erfuhren beide, dass sie die diesjährigen Auserwählten des Förderpreises sind. Die Stimmung im Saal war bis zum Schluss elektrisierend, das Publikum gebannt und das Motto wahrhaftig in der Luft.

Die Gewinner des diesjährigen Förderpreises: Tiffany Köberich und Mischa Warken. © Olaf Struck
Die Gewinner des diesjährigen Förderpreises: Tiffany Köberich und Mischa Warken. © Olaf Struck

Liebe zum Detail und Blick hinter die Kulissen 

Im Anschluss an das Bühnenprogramm forderte das Philharmonische Orchester traditionsgemäß zum Walzer auf und eröffnete die Spielbühne als Tanzfläche. Doch auch im Rest des Opernhauses gab es genug zu entdecken. Die Liebe zum Detail war in jeder Ecke der drei dekorierten Foyers zu sehen. An der Titanic Bar der Theaterfreunde konnte am Bug des berühmten Schiffes Prosecco bestellt werden, am Geländer des ersten Ranges thronten Jack und Rose in ikonischer Pose. Außerdem spielte die Swinging Feetwarmers Jazzband und wer sein Glück im Black Jack und Roulette versuchen wollte, wurde am Tisch des Casinos Kiel fündig. 

Wie jedes Jahr öffneten sich auch dieses Mal die Türen hinter die Kulissen und boten den Gästen eine große Bandbreite an Unterhaltung. Im Treppenhaus zu der nun zugänglichen Probebühne, dem Klaiberstudio und dem Mal- und Ballettsaal begegneten einem Paare, Freund*innen und Familien. Auf der Probebühne sang das Junge Theater im Werftpark und es konnte in verschiedenen Ausschnitten ein Einblick in das aktuell laufende Musical zu Shakespeare’s Klassiker Viel Lärm um nichts erhascht werden. Wem es nach Interaktion und Humor war, nahm am Speed-Dating im Ballettsaal teil. Der aufwendig zu »Armors Garten« umgestaltete Malsaal diente den gesamten Abend mit Pianomusik. Das vielfältige Angebot wurde im Klaiberstudio mit DJ Baschkos Set aus Dance, Disco und deutschen Hits ergänzt, für jeden, der Lust auf Club-Feeling hatte. 

»Liebe gewinnt«

Kurz vor Mitternacht stand für viele mit der Ziehung der Tombola-Hauptgewinne eines der Highlights auf dem Programm. Die Spannung im Raum war förmlich spürbar, als sich der Großteil des Publikums mit ihren zuvor gekauften Losen im Vorstellungssaal einfand. In festlichem Zeremoniell wurden fünfzehn Hauptgewinne von verschiedensten Sponsoren verlost. Die Gewinner*innen durften sich unter anderem über ein E-Bike, ein Tablet inklusive eines Kieler Nachrichten Jahresabos und einen Gutschein für ein maßgeschneidertes Abendkleid freuen. Der Erlös der Tombola lag dieses Jahr bei 6 000 Euro und wird für die technische Ausstattung des Opernhauses genutzt. Ein imposantes Mitternachtsprogramm bot anschließend das Ballett Kiel mit seinem Jubiläumswalzer. 

Das diesjährige ausgelassene Fest hat wieder einmal gezeigt, wie vielfältig das traditionelle Format des Opernballs sein kann. Verschiedenste Menschen jeden Alters kamen zusammen, um die Kultur, das Opernhaus, den Valentinstag oder einfach nur das Feierns selbst zu zelebrieren. Es war ausgelassen, pompös, klassisch und modern zugleich. Vor allem war es ein Fest der Liebe in all ihren Facetten. Und für den ein oder anderen sicherlich der Beginn einer flammenden Liebe zur Bühnenkunst.  

Franka ist seit Januar 2026 Lektoratsleitung des ALBRECHTS und seit Oktober 2025 Teil der Redaktion. Sie studiert Deutsch und Anglistik im Master of Arts.

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