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Das neue Studi-Café auf dem Campus

Wenn man den am oberen Campus überall verteilten Schildern für das neue Studi-Café folgt, kommt man nach einigem Hin und Her durch den frisch geöffneten Torbogen zur Changebox auf dem Wilhelm-Seelig-Platz. Drumherum Tische, Stühle und Studis, die sich über das frühsommerliche Wetter freuen. Was genau sie auf den Platz und zum hier stattfindenden Studi-Café gebracht hat, wird bei genauerem Hinsehen schnell klar: Kaffee, Kuchen und Mate. Für übermüdete Studis zum Semesterbeginn klingt das fast zu schön, um wahr zu sein.

In der Change-Box auf dem Wilhelm-Seelig-Platz werden Träume von bezahlbaren Pausen wahr  © Anouk Schäfer

Was ist das Studi-Café überhaupt?

»Es ist Konsens unter den Studis, das es auf dem Campus irgendwie an fast allem fehlt, aber besonders an Raum zum einfach Sein, auch außerhalb der Uni Zeiten«, erklärt mir Mara, die im AStA beim Referat für Infrastruktur arbeitet und zu den Mitbegründenden des Cafés gehört. Den Organisierenden geht es vor allem darum einen Begegnungsraum von und für Studis zu schaffen, an dem man sich auch abseits von überfüllten Mensen oder Flüsterzonen in der Bib mit Freunden oder auch alleine bei einer Tasse Kaffee ein wenig entspannen, und zur Ruhe kommen kann.

Skeptiker*innen wird auffallen, dass es auf dem Campus mit der CuBar, Campus Suite, Coffee Fellows oder Brot&Bohne schon einige Cafés gibt. Allerdings knüpft das Studierendencafé an einen Problempunkt für viele Studis an: Geld. Zwischen Inflation, erhöhten Studiengebühren und Spritkosten ist einfach nicht immer ein Kaffee für 4,90 Euro drin. Genau das ist dem Café bewusst.

»Wir tragen uns selbst über Spenden«, erzählt mir Mara. »Die Getränke sowie auch Kuchen werden nur durch Spenden bezahlt. Man kann selbst aussuchen, wie viel man gibt.« Was sich wie eine Utopie anhört, scheint bis jetzt gut zu funktionieren. Viele Leute bringen Spenden in Form von veganem Kuchen, Cupcakes, Getränken und sogar Sofas und eine Kaffeemaschine in die Changebox. So werden die Ausgaben gering gehalten und das Café kann sich selbst tragen. »Für größere Anschaffungen und Investitionensteht auch der AStA bereit«, sagt Mara.

Das Team des Studi-Cafés ist bereit für den Ansturm  © Anouk Schäfer

Ran an die Kaffeemaschine …

Damit aber das Motto »Von und für Studis« funktioniert, braucht es Freiwillige, die bei der Veranstaltung und Planung des Cafés helfen. Das umfasst alles vom Vorbereiten der Räume über das Backen des Kuchens bis zur Übernahme von Schichten. Momentan ist die Gruppe noch recht klein. Damit auch zukünftig geplante Ideen, wie das Café während der »Sustainability Days« vom 11. bis 13. Mai zu öffnen, umgesetzt werden können, braucht es motivierte Helfende, wenn auch nur für wenige Stunden.   

Alle Interessierten können sich dafür ganz einfach per E-Mail beim Referat für Infrastruktur melden, um in die Signal-Gruppe aufgenommen zu werden und mehr über das Projekt zu erfahren. Um alle auf dem Laufenden zu halten, postet die Initiative Studi-Café außerdem auf dem Instagram-Kanal @studicafekiel. Dort kündigen sie auch anstehende öffentliche Plenen an, bei denen alle sehr willkommen sind.

Anouk studiert seit dem WiSe 25/26 Geschichte und Politikwissenschaft mit Fachergänzung. Seit Herbst '25 ist sie beim ALBRECHT und schreibt in verschiedenen Resorts.

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