Eigentlich studiert Mauricio Villalobos Jura an der Universidad de Cartagena in Kolumbien. Für den Sommer entschied er sich zu einem Tapetenwechsel. Mithilfe eines Stipendiums der Deutsch-Kolumbianischen Juristenvereinigung konnte er das Sommersemester an der CAU verbringen. Die Zeit in Kiel hat ihn dazu bewegt, ein Gedicht zu schreiben. DER ALBRECHT veröffentlicht hier das Gedicht aus Mauricios Feder.
Nach Kiel, wo Meer und Wind sich küssen,
kam ich, ein Wanderer, mit offenem Sinn.
Die Stadt, von der Ostsee sanft umflossen,
trägt Herzlichkeit, die niemals will verrinn’.
Die Menschen hier, so warm, so ehrlich,
ihr Lächeln strahlt wie Sonnenlicht im Mai.
In Kneipen, wo das Bier in Gläsern perlt,
fand ich Freunde, nah und doch so weit.
Das Wetter, ach, so grau und regenschwer,
doch jeder hier macht’s bunt auf seine Weise.
Mit Herz und Mut vertreibt man Kälte, Schmerz,
und Kiel wird warm auf meiner stillen Reise.
Der Akademie sei Dank, ein Hort der Weisheit,
wo Wissen blüht und Seelen sich erheben.
Die Rechtsfakultät, ein Leuchtfeuer uns’rer Zeit,
gab mir ein Heim, ein Stück vom großen Leben.
Zwar weint der Himmel oft in kalten Tränen,
doch in den Gassen lebt ein Feuer, klar.
Kiel, du Perle, frei und doch gebunden,
bleibst in meinem Herzen, wunderbar.
Mit Eleganz und Bohème, so sing’ ich von dir,
im Stil von Márquez, wild und doch bedacht.
Kiel, du bist ein Traum, der lebt in mir,
ein Vers, der ewig in der Seele lacht.
– Mauricio Vollalobos, 2025

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