Vorsorge im Lehramtsstudium? Mit einer Anwartschaft ist das leicht zu erledigen
Wer später einmal Lehrer*in wird, hat die Möglichkeit, eines Tages verbeamtet zu werden. In der Regel folgt dann auch ein Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung. Andernfalls fallen durch die Verbeamtung Mehrkosten an, die eine finanzielle Belastung darstellen können. Allerdings ist nicht immer ein reibungsloser Übergang in die private Krankenversicherung möglich. Liegen etwa schwere Vorerkrankungen oder Verletzungen vor, kann sie den frisch gebackenen Beamt*innen eine Mitgliedschaft verwehren oder einen Risikozuschlag fordern. Dann folgt eine Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse oder hohe Beiträge für die Betroffenen. Doch so weit muss es nicht kommen. Wer sich bereits im Vorfeld um eine Anwartschaft kümmert, braucht sich über solche Unwägbarkeiten keine Sorgen zu machen.
Anwartschaft? Gesundheit!
Bei der Anwartschaft wird der aktuelle Gesundheitszustand eingefroren und, sobald ein Wechsel in die private Krankenversicherung fällig ist, wieder aufgetaut. Die Versicherungen dürfen dann nur anhand des eingefrorenen Gesundheitszustandes beurteilen, ob sie die angehende Lehrperson aufnehmen möchten oder nicht. Etwaige Erkrankungen, Verletzungen und sonstige gesundheitliche Einschränkungen, die nach dem Einfrieren geschehen, werden irrelevant und dürfen bei der Beurteilung nicht berücksichtigt werden. Zumeist sind es private Krankenversicherungen selbst, die Anwartschaften anbieten. Für diese Vorsorgemaßnahme muss lediglich ein Fragebogen mit einigen Fragen zum momentanen Gesundheitszustand ausgefüllt werden. Wenn alles nach bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt ist, beurteilen die Dienstleister, ob eine Anwartschaft möglich ist. Ist das der Fall, werden kleine Beiträge monatlich fällig.
Die allermeisten Lehramtsstudierenden haben vermutlich das Ziel, irgendwann Lehrer*innen zu sein. Durch die mögliche Verbeamtung ist insbesondere für sie eine Anwartschaft von großem Nutzen. Möchten sie ihren Gesundheitszustand konservieren,gibt es einige Anlaufstellen, die ihnen dabei helfen. Ein Beispiel dafür ist die Community fit4ref. Diese unterstützt und begleitet angehende Lehrer*innen in ganz Deutschland auf dem Weg zu, sowie während ihres Referendariats und erleichtert den Einstieg in den Beruf. Dazu gehört ebenso das Sichern einer Anwartschaft. In Kronshagen, nicht weit vom Campus entfernt, hat fit4ref auch einen Standort für Lehramtsstudierende in Kiel.
»Ich bin doch gesund!«
Nur ein Bruchteil aller angehenden Lehrpersonen sorgt mit einer Anwartschaft vor. Die Gründe dafür sind vielfältig. Manche wissen schlichtweg nicht, dass es diese Möglichkeit gibt.
Andere machen sich keine großen Hoffnungen, weil sie chronisch erkrankt sind oder in der Vergangenheit anderweitig gesundheitliche Einschnitte erlitten haben. Hierbei sei jedoch gesagt: Probieren geht über Studieren. Oftmals finden sich Mittel und Wege, dennoch eine Anwartschaft abzuschließen.
Wiederum andere haben Sorge vor einer finanziellen Mehrbelastung. Insbesondere im Studium kann die Frage nach dem Geld wichtig sein. Doch die Kosten halten sich in Grenzen. Meistens handelt es sich um monatliche Beiträge im niedrigen, einstelligen Bereich. Manche Anlaufstellen wie fit4ref übernehmen die Kosten sogar vollständig für Lehramtsstudierende.
Am häufigsten ist es jedoch, dass keine Notwendigkeit für eine Anwartschaft gesehen wird. »Ich bin doch gesund!«, mögen sich viele denken. Die Vorstellung, dass das irgendwann nicht mehr so sein könnte, ist nur schwer greifbar. Allerdings erfahren etwa 30 Prozent der Lehramtsstudierenden bereits während ihres Studiums derartige gesundheitliche Einschränkungen, dass nach ihrer Verbeamtung ein Wechsel in die private Krankenversicherung nicht mehr ohne Weiteres möglich ist. Eine zuvor abgeschlossene Anwartschaft kann solchen Hindernissen trotzen.
Katharina studiert Biologie an der CAU und ist seit dem Oktober 2024 beim ALBRECHT.



