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Campusradio muss Sechseckbau räumen

Nach zwei Jahren im Erdgeschoss des Sechseckbaus ist Schluss für das Campusradio. Bei einer Prüfung der Elektronik sind gravierende Mängel zum Vorschein gekommen. Infolgedessen musste der Strom abgeschaltet werden. Redaktionssitzungen abzuhalten und Radiosendungen zu produzieren, ist damit unmöglich.

Umzugsverhalten wie Studis selbst

Die Information, dass sie aus dem Sechseckbau ausziehen müssen, kam überraschend und kurzfristig, so Jonas Richter, Teil der Chefredaktion des Campusradio. Zusammen mit Hannah Wietzke leitet er seit letztem Februar die Gruppe. Ende Juni bekamen sie mitgeteilt, dass sie das Gebäude räumen müssen. Bei einer Kontrolle des Gebäudemanagements SH sind Mängel an den elektronischen Leitungen aufgefallen. Computer und Tontechnik in dem sanierungsbedürftigen Sechseckbau direkt vor der Mensa I zu betreiben, sei fortan verboten.

Bis September sollten sie ausgezogen sein. »Uns blieben ab dann knapp acht Wochen, um einen neuen Raum zu finden und den Umzug zu planen«, so Richter. Gar nicht so einfach, denn sie mussten erst mal einen Raum für die ganze Technik finden. »Ohne die schnelle Hilfe der Uni hätten wir keinen neuen Raum gehabt!« Dank der drohenden Frist kamen sie weit nach oben auf der Liste beim Gebäudemanagement. 

Die neue Redaktion fand sich in den Angerbauten. Im dritten Stock in der Ludewig-Meyn-Straße 4 hat das Campusradio nun zwei Räume. Einen für die Produktion und einen für Redaktionssitzungen. Ob das nur eine Zwischenlösung ist? »Das wissen wir und wahrscheinlich die Uni selbst noch nicht«, so Richter. »Wenn wir zurückschauen, musste das Campusradio im Schnitt alle zwei Jahre umziehen. Mir wäre am wichtigsten, dass wir mal an einem Ort bleiben.«

Kein Sechseckbau, kein Studentenwerk

Mit dem Rauswurf aus dem Sechseckbau endete auch die Zugehörigkeit zum Studentenwerk. »Was wir leider nicht mehr ermöglichen konnten, sind die bezahlten Tutoren-Tätigkeiten im Rahmen einer AG, da diese auch aus Gründen der Fairness einheitlich ehrenamtlich tätig sein sollten«, so das Studentenwerk. Die Chefredaktion – gleichzeitig Tutor*innen – hat für die Zeit und Energie eine Aufwandsentschädigung bekommen. »Aufgrund der angespannten Raumsituation in den Gebäuden des Studentenwerks konnten wir zudem kein eigenes Studio mehr bereitstellen«, so das Studentenwerk weiter.

Bis September war das Campusradio schon mehrere Jahre ein Teil des Studentenwerkes. »Wie lang wir schon dazu gehörten, kann ich gar nicht genau sagen. Wir waren schon länger Teil des Studentenwerkes, als ich anfing. Ich würde schätzen, mindestens sechs Jahre«, sagt Richter. Neben Räumlichkeiten, hatte das Campusmedium eine direkte Ansprechpartnerin und Unterstützung bei der Beschaffung von Technik. Nicht alles sei vom Studentenwerk gestellt worden, so Richter. Aber die Zugehörigkeit habe den Vorteil einer schnellen Kommunikation gehabt.

Jetzt müsse man sich erst mal neu orientieren und strukturieren. Kooperationen seien in der Zukunft nicht ausgeschlossen. »Wir wurden schon gefragt, ob wir nächstes Jahr wieder die ESC-Watchparty veranstalten können. So weit sind wir aber noch nicht. Wir haben gerade ganz andere Dinge, auf die wir uns konzentrieren müssen.«

»Am meisten vermisse ich die Lage der alten Redaktion. Man konnte die Tür aufmachen und war direkt auf dem Campus und unter Studis. Für eine schnelle Umfrage war das perfekt«, resümiert Jonas Richter die Vorteile des Sechseckbaus. Hier seien sie weiter weg von den Studis. Welche Auswirkungen das auf die Arbeit habe, könne nur die Zukunft zeigen. Nach den vollgepackten Semesterferien möchten sie sich auf die journalistische Arbeit konzentrieren, statt Umzugskartons zu packen.

Stellv. Chefredakteur und Layouter

Obwohl Joschka schon seit dem WS 20/21 studiert, kam er erst Ende 2022 zum Albrecht. Seit dem Februar 2023 kümmerte er sich um das Layout des Albrechts. Ein Jahr später übernahm er die Stelle der stellvertretenden Chefredaktion. Beide Posten gab er zum Februar 2026 ab, als er für ein Praktikum nach Frankfurt zog.

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