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Eine glücklich ausgegangene Auseinandersetzung in der Fachschaftsvertretungskonferenz

Die Fachschaftsvertretungskonferenz (FVK) hat vor ein paar Monaten eine Rundmail verschickt, in der diese auf Gerüchte einer möglichen Auflösung kleinerer Fachschaften eingehen wollte. Die Mail offenbarte, dass die Orga-Satzung in einigen Punkten geändert werden sollte, um die Fachschaftsarbeit zu erleichtern. Fachschaften sollten demnach eine Mindestanzahl von 100 Wahlberechtigten für die Bildung einer Fachschaft besitzen. Mit dieser Änderung würden nach eigenen Angaben der Koordination zehn von 41 Fachschaften entfallen. Die FVK erhofft sich davon eine niedrigere Beschlussfähigkeitsschwelle, eine Entlastung der Fachschaftsfinanzen des AStA sowie eine effizientere Nutzung freiwilliger Arbeitskräfte. 

Kritik der Studis

Diese geplanten Änderungen stießen jedoch auch auf Kritik. Die Argumentation ähnele stark derselben Logik, mit der seit Jahren in ganz Deutschland kleinere Studiengänge zusammengestrichen oder geschlossen worden seien. Auch die doppelte Benachteiligung der kleineren Fachschaften wurde bemängelt. Diese seien aufgrund ihrer Größe bereits unterrepräsentiert. Wenn ihnen zusätzlich ihre Fachschaften genommen werden, würden sie ebenfalls ihre einzige Kommunikationsmöglichkeit verlieren. 

Die Sondersitzung

Es wurde eine Sonder-FVK veranstaltet, zu der sämtliche Fachschaften eingeladen wurden, die durch die Änderung der Orga-Satzung entfallen würden. Bei dieser Sitzung stellte sich die Situation jedoch als weniger ernst heraus, als bisher gedacht. Der FVK war es wichtig, gleich zu Anfang darauf hinzuweisen, dass es sich um »wirklich nichts mehr« als einen Vorschlag handele. Dieser könne sowohl gänzlich geändert als auch geschlossen werden. Nach Aussprache mit den eingeladenen Fachschaften fiel die Entscheidung dann gegen eine Mindestanzahl an Wahlberechtigten. 

Die Seite der kleineren Fachschaften bezeichnete das Gespräch als sehr konstruktiv und die FVK als äußerst entgegenkommend. Es bestehe von ihrer Seite keinerlei Bedarf an weiteren Diskussionen. Als Reaktion auf den Vorschlag der möglichen Änderung der Orga-Satzung solidarisierten sich die betroffenen Fachschaften, sodass es zu mehr Austausch untereinander kam. Es lässt sich also von gelungener Konfliktbewältigung sprechen und einem zufriedenstellenden Ausgang für beide Seiten. Die Studierendenschaft kann stolz auf ein so gutes Miteinander sein.

Luis studiert Politikwissenschaften und Soziologie und ist seit dem Januar 2026 beim ALBRECHT. Er leitet das Hochschulressort.

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