Wer will schon verletzlich sein? Verletzlichkeit bedeutete doch, einfach nur schwach zu sein. Sich nicht unter Kontrolle zu haben. Sein Leben nicht auf die Reihe zu bekommen. Sich von den eigenen Emotionen überwältigen zu lassen. Klares NEIN an dieser Stelle!
Verletzlichkeit oder Vulnerabilität – wie sie in der Psychologie genannt wird – ist das Kraftvollste, was wir für uns selbst und die Menschen um uns herum tun können.

Verletzlichkeit, Feuer, Hölle — mit diesen Worten lässt sich die Inszenierung Carl Maria von Webers Der Freischütz an der Kieler Oper umreißen. Der französische Regisseur Jean-Romain Vesperini feiert mit seiner Inszenierung sein Debüt in Kiel. Er bringt Christophe Chaupin (Licht), Alain Blanchot (Kostüm) und Étienne Guiol sowie Wilfrid Haberey (beide Video) mit in die Landeshauptstadt.