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Sustainability Days an der CAU

Nachhaltigkeit, Umwelt und Klima – diesen drei Themen hat das Green Office der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Mai drei Tage lang Aufmerksamkeit gewidmet. Bei den Sustainability Days konnten die Teilnehmenden auf dem Campus Workshops, Vorträge und ein Theaterstück besuchen. Alles im Zeichen der Nachhaltigkeit und mit Fokus auf lokale Möglichkeiten rund um Kiel.

Auftakt der Sustainability Days war die Nachhaltigkeitsmesse, bei der verschiedene Gruppen aus Kiel ihre Projekte vorstellen konnten. Neben der Stadt Kiel, Food Sharing Kiel und Vice Cream haben auch hochschulpolitische Vertreter*innen, unter anderem von Students for Future, Perspektive Links und den Campus Grünen teilgenommen. Zudem hat das Green Office an allen drei Tagen Workshops und Vorträge organisiert. Besonders gut angenommen wurden der nachhaltige Kochkurs und die Führung durch die Mensaküche, teilte das Green Office mit. Als weiteres Veranstaltungshighlight wurde ein Workshop zum Thema ›Arbeitsplätze im Freien‹ genannt, bei dem gemeinsam mit Studierenden und dem AStA Ideen für Lern- und Aufenthaltsorte außerhalb der Unigebäude, insbesondere für den Neubau am Bremerskamp, entwickelt wurden. Andere Veranstaltungen informierten über Solarkraftwerke für den eigenen Balkon oder Nachhaltigkeit als Kriterium bei der Jobwahl. Den Abschluss der Sustainability Days bildeten die »Klimamonologe« – ein Theaterstück, das für die Nachhaltigkeitstage nach Kiel geholt wurde. Das Projekt inszeniert reale Erfahrungen von Menschen, die vom Klimawandel unmittelbar betroffen sind, und gehört zur »Monolge-Reihe« des Berliner Regisseurs Michael Ruf, die neben Klimabetroffenheit auch Asyl- und NSU-Erfahrungen dokumentarisch darstellt.

Anschluss an letztes Jahr

Letztes Jahr hatte das Green Office bereits eine ähnliche Veranstaltung organisiert. Gemeinsam mit klik, dem Umweltmanagement der Uni, wurden die Nachhaltigkeitstage nun ein zweites Mal durchgeführt. »Motiviert hat uns in diesem Jahr vor allem das Gefühl der Hoffnungslosigkeit beim Gedanken an die Umwelt«, heißt es von Seiten des Green Office, das großteils studentisch organisiert ist und auch die Angebote für Studierende organisiert hat. Das Programm für Mitarbeitende der Universität wurde durch klik geplant. Gerade auf der Messe sei eine gute Zusammenarbeit mit dem Umweltmanagement erkennbar gewesen. Es sei wichtig gewesen, dass Vertreter*innen des Präsidiums bei einer studentischen Veranstaltung wie den Sustainability Days beteiligt waren – auch, um einen Austausch mit den Hochschulgruppen zu ermöglichen.

Es besteht Hoffnung auf eine Weiterführung des Events im nächsten Jahr. Derzeit gibt es eine Finanzierung für das Green Office bis 2026. Kommt es zu einer weiteren Finanzierung, sollen auch die Sustainability Days weitergeführt werden. Für das Green Office stehen die Nachhaltigkeitstage weit oben auf der Prioritätenliste: »So eine Veranstaltung zeichnet ein Green Office aus. Wir hoffen daher, dass es sie im nächsten Jahr wieder geben wird.« 

Orga-Aufwand: Zeit statt Geld

Mit der diesjährigen Planung hat das Team um Helena Fechner, Referentin für Nachhaltigkeit an der CAU, bereits im letzten Oktober begonnen. Die Sustainability Days hätten vor allem viel Planungszeit gekostet. Finanziert wurden die Nachhaltigkeitstage nicht nur durch das Präsidium, sondern auch von der Stadt Kiel, die die Veranstaltung mit 2 000 Euro unterstützt hat. Das Geld sei vor allem in die Finanzierung der Klimamonologe geflossen. Miete für die Räumlichkeiten zahlt das Green Office als Teil der Universität nicht und auch die Leitung von Workshops und Vorträgen sei hauptsächlich durch Ehrenamtliche unterstützt worden.

Green Office zieht positive Bilanz

Bei Studierenden seien die Sustainability Days gut angekommen. Im Vergleich zum letzten Jahr habe es Verbesserungen gegeben und besonders die Messe sei ein großer Erfolg gewesen. »Es ist ein Lernprozess. Wir stehen in unserer Entwicklung seit der Gründung Ende 2023 immer noch am Anfang und probieren Vieles aus. Wir müssen schauen, was wir im nächsten Jahr anders machen und was wir wiederholen.« Ein Kritikpunkt aus dem Team: Es hätte sogar zu viel Angebot gegeben. »Wenn wir im nächsten Jahr ein kleineres aber qualitativ hochwertigeres Angebot ausprobieren, sind wir sicherlich auf einem guten Weg.«

Fabienne ist seit 2026 die Chefredakteurin des ALBRECHTs.
Sie ist im WS 24/25 Teil der Redaktion geworden und hat sich vor der Chefredaktion ein Jahr lang um die Website gekümmert. In ihren Artikeln schreibt sie hauptsächlich über gesellschaftspolitische Themen, teilweise aber auch über Hochschulangelegenheiten. Außerdem studiert sie Politikwissenschaft und Anglistik.

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