Die einzelnen Lebensgeschichten entfalten sich parallel und kreuzen sich immer wieder. Regisseurin Jana Milena Polasek macht daraus ein vielschichtiges Familienporträt über Verlust, Angst und die Frage, wie sehr Menschen die eigene Herkunft prägt. Die Vorlage stammt vom britischen Dramatiker Simon Stephens, dessen Stücke seit Jahren regelmäßig auf deutschen Bühnen zu sehen sind. In Am Ende Licht, das 2019 uraufgeführt wurde, verschränkt er mehrere Handlungsstränge zu einem dichten Geflecht aus Beziehungen, Konflikten und Sehnsüchten.
Mit informativen Artikeln wie »Gesetz über die Selbstbestimmung in Bezug auf Geschlechtseintrag« oder einem anonymen Kummerkasten und diversen Informationsbroschüren war das Regenbogenportal vor allem an junge Menschen gerichtet. Es war eher in einem neutralen und wissenschaftlichen Stil geschrieben, aber so, dass es alle verstehen – schließlich wurde es auch vom Bund gefördert. Die Website hat bis zur Schließung nicht alles aufgreifen können, weder jede Sexualität, noch jede Geschlechtsidentität. Aber es sollte ein Schritt in diese Richtung sein und hatte das Potential, noch viel größer werden zu können, um Menschen für das Thema sensibler zu machen.
Glückstadt – eine kleine Stadt, auf der rechten Seite der Elbe. Bekannt für ihre Elbfähre und die Matjesproduktion. Sie hat eigentlich nichts Aufregendes oder Spektakuläres an sich. Doch seit 2021 gibt es dort die Abschiebehafteinrichtung (AHE), die für die Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zuständig ist. Bereits 2022 hat DER ALBRECHT in einem Gastartikel von der Refugee Law Clinic Kiel e.V. auf das Problem der Abschiebehaft aufmerksam gemacht. Der Artikel „Mehr als ‚Wohnen minus Freiheit‘“ bezieht sich auf die Landesinnenministerin Sabine Sütterlin-Waack, welche die AHE mit den Worten „Wohnen minus Freiheit“ schöner darstellen wollte, als sie ist.
In Dariusch Yazdkhastis Inszenierung am Kieler Schauspielhaus wird Arthur Millers zeitloser Klassiker „Tod eines Handlungsreisenden“ zu einer düsteren Reflexion über die menschliche Verlorenheit in der modernen Welt. Zacharias Preen brilliert als Willy Loman, dessen zerrissene Seele und verzweifelte Suche nach Anerkennung das Publikum in den Bann ziehen. Begleiten Sie die Lomans auf ihrem tragischen Weg durch den Nebel der Illusionen und entdecken Sie dabei wichtige Fragen über den amerikanischen Traum und die Bedeutung von Menschlichkeit und Familienbanden.
In der Jugendoper „Die besseren Wälder“ am Theater Kiel wird die bewegende Geschichte von Ferdinand erzählt, einem jungen Wolf, der von Schafen aufgezogen wird. Die eindrucksvolle Aufführung thematisiert Heimat, Familie und das Erwachsenwerden und begeistert mit talentierten jungen Darsteller*innen und einer anspruchsvollen Musikkomposition. Eine künstlerische Brillanz, die das Publikum fesselt und beeindruckt.
Viele Menschen fühlen sich stark unter Druck gesetzt, das perfekte Weihnachten mit der perfekten Familie zu feiern. Dieses Idealbild können wohl die wenigsten Familien erfüllen. Das erlebt auch Redakteurin Mira jedes Jahr zu Weihnachten, wenn sie sich bei der Beobachtung ihrer Verwandtschaft mehr als einmal denkt: „Wären die mal zur Therapie gegangen.”
Das sich einige Paare bei einem unerfüllten Kinderwunsch durch ein Samenspende zum Kinderglück helfen lassen ist allerseits bekannt. Weniger bekannt ist, dass auch immer mehr Singlefrauen den Weg über die Reproduktionsmedizin wagen. Was die Beweggründe der sogenannten Solomütter sind und vieles mehr zum Thema erfahrt ihr in unserem neuen Artikel.
Es gibt viele Dinge, denen ich mir erst mit steigendem Alter bewusst wurde und für die ich eine Sensibilität entwickeln musste. Unter anderem die Tatsache, dass es so einige Fragen gibt, die nicht leichtfertig gestellt werden sollten. Eine davon ist die Frage nach dem Kinderbekommen.

