Zum Auftakt der Spielzeit 2025/26 bringt das Theater Kiel Hans Falladas Roman auf die Bühne: Otto und Anna Quangel leisten stillen Widerstand gegen das NS-Regime. Ein Ensemble zwischen Angst, Humor und moralischem Mut lässt die beklemmende Geschichte lebendig werden.
Finn Schamerowski
Verdi unter freiem Himmel: Mit »La Traviata« verabschiedet sich das Theater Kiel aus der Spielzeit 2024/25. In sommerlicher Open-Air-Atmosphäre entfaltet sich ein berührendes Drama zwischen Festglanz, Krankheit und großer Liebe – ein Opernerlebnis mitten in der Stadt.
Die Präsidentschaftswahl an der CAU Kiel wird nach juristischen Mängeln neu gestartet. Das Verfahren wurde gestoppt, die Findungskommission aufgelöst. Nun beginnt die Suche nach einer neuen Hochschulleitung von vorn – unter erhöhter öffentlicher und interner Beobachtung.
Ein berührendes Stück über Geschwister, Krankheit und Sprachgewalt: »Die vielen Stimmen meines Bruders« erzählt autofiktional, wie man mit Humor, Mut und Multiperspektiveität die eigene Stimme (neu) findet – auf und jenseits der Bühne.
Print ist tot? Nicht bei uns. Während andere auf Clickbait setzen, schreiben wir mit Haltung und Herz. DER ALBRECHT bleibt gedruckt – für echte Gedanken, echte Stimmen und echten Austausch. Von Studierenden, für Studierende.
Ein Sommerabend in Paris – mitten in Kiel: Erlebe Verdis »La Traviata« unter freiem Himmel. Große Stimmen, berührendes Drama und ein Opern-Open-Air der Extraklasse. Alles, was du für deinen Besuch wissen musst.
Ein verlassenes Ödland, zwei Frauen, die nichts zu verlieren haben – und doch alles riskieren. »Burn Baby Burn« entfacht im Schauspielhaus Kiel ein intensives Kammerspiel voller Spannung, Konfrontation und Hingabe.
Noch vier Tage bis zu Borowskis Ruhestand – doch dann stößt er auf ein düsteres Verbrechen. Der rätselhafte IT-Spezialist Robert Frost gerät ins Visier der Ermittler. Während Borowski tiefer in den Fall eintaucht, beginnt ein tödliches Katz-und-Maus-Spiel. Sein letzter Einsatz wird womöglich zur größten Herausforderung seiner Karriere.
Der Ballettabend »Balanchine – Lee – Ivanenko« entführt das Publikum in eine Welt aus klassischen und modernen Tanzformen. George Balanchines »Allegro Brillante« zeigt mit faszinierender Präzision die Essenz des klassischen Balletts. Im Kontrast dazu steht Douglas Lees experimentelle Choreografie »Gatefall«, die durch ihre abstrakte Ästhetik und elektronische Musik besticht. Yaroslav Ivanenko rundet das Programm mit der humorvollen Show-Revue »Skoki Skoki« ab, die mit zauberhaften Illusionen und lebendiger Energie glänzt.
Mit Händels »Rodelinda« bringt das Theater Kiel eine der größten Barockopern auf die Bühne – in einer düsteren, atmosphärisch dichten Inszenierung. Vor einer Kulisse aus Stahlkreuzen und verhüllten Skulpturen entfaltet sich eine Geschichte voller Intrigen, Machtkämpfe und unerschütterlicher Liebe.
Mitreißend, intensiv, unvergesslich: Tristan Taubert begeistert in »Extrem laut und unglaublich nah« als neunjähriger Oskar. Die bewegende Inszenierung von Nora Bussenius entführt das Publikum in eine Welt zwischen Verlust, Neugier und Hoffnung. Ein Theatererlebnis, das unter die Haut geht!
Meerjungfrauen? Zu prüde. Sirenen? Zu unheilvoll. »Amph« und »Thetsi« sind »Mermates« – und sie haben die Nase voll von menschlicher Umweltzerstörung! Doch wie kämpft man gegen Plastikfluten und Kapitalismus an? Zwischen Satire und bitterer Realität entfaltet sich ein Theaterabend, der nachhallt.
60 Euro pro Semester – für viele Studierende ein massiver Einschnitt. Mit lautstarken Protesten und einer Petition machen sie klar: Die geplante Verwaltungsgebühr ist keine Lösung für die Haushaltslücke des Landes. 2000 Menschen zogen vor den Landtag und zeigten der Politik, dass sie Widerstand leisten werden. Worum geht es wirklich?
Klar, Riesenräder sind nett. Doch Kiel braucht keine Möchtegern-Metropolen-Vibes, sondern echte Visionen.
Mord war selten so unterhaltsam: »Arsen und Spitzenhäubchen« begeistert im Kieler Schauspielhaus mit schwarzem Humor, einem großartigen Ensemble und einem Bühnenbild voller Details – trotz kleiner Schwächen ein lohnenswerter Theaterabend.
Almuth Schmidt bringt in »Rockaby – Schluss jetzt – Bing« Becketts existenzielle Texte mit intensiver Ausdruckskraft auf die Bühne. Zwischen Resignation und Verzweiflung entfaltet sich eine beklemmende Atmosphäre der Einsamkeit und Sprachlosigkeit. Minimalistische Inszenierung und eindringliche Monologe lassen das Publikum die Abgründe menschlicher Existenz spüren. Ein unvergessliches Theatererlebnis.
Die Kieler Universität hat eine neue Präsidentin. Nach dem Rücktritt von Simone Fulda im Februar 2024 hat der Senat, also das höchste Entscheidungsgremium der CAU, schneller als ursprünglich geplant bereits am 18. November eine Nachfolgerin gewählt: Prof. Dr. Insa Theesfeld konnte die Wahl zur Präsidentin für sich entscheiden – sie war in der finalen Wahlsitzung die letzte verbleibende Kandidatin.
In der Operette »Die Fledermaus« wird das Kieler Opernhaus zur Bühne für eine funkelnde Wiener Nacht voller Intrigen, Täuschungen und prickelnder Melodien. Die Inszenierung unter der Regie von Daniel Karasek entfesselt das volle Potenzial dieser heiteren wie tiefsinnigen Komödie, in der es um Freundschaft, Ehre und den Einfluss von Champagner geht. Ein Genuss für Opernliebhaber und Neulinge – leicht, ironisch und unvergesslich!
Das berührende Konzert setzte sich im Wesentlichen aus der feinfühligen Auswahl des Programms und der bemerkenswerten Leistung des Chors zusammen, welcher den Saal hinsichtlich jeder Harmonik und Dynamik überzeugend füllen konnte. Von hauchzart bis nachdrücklich-kraftvoll – gar voller Ruhm – als seien seine Mitglieder dazu bestimmt.
Mit einer eindrucksvollen Gala startete die Kieler Oper in die Spielzeit 2024/25. Gabriel Feltz führte als neuer Generalmusikdirektor charmant durch den Abend, der mit musikalischen Highlights und spannenden Vorschauen auf kommende Produktionen begeisterte. Ein vielversprechender Auftakt für ein großes Opernjahr!

