Die einzelnen Lebensgeschichten entfalten sich parallel und kreuzen sich immer wieder. Regisseurin Jana Milena Polasek macht daraus ein vielschichtiges Familienporträt über Verlust, Angst und die Frage, wie sehr Menschen die eigene Herkunft prägt. Die Vorlage stammt vom britischen Dramatiker Simon Stephens, dessen Stücke seit Jahren regelmäßig auf deutschen Bühnen zu sehen sind. In Am Ende Licht, das 2019 uraufgeführt wurde, verschränkt er mehrere Handlungsstränge zu einem dichten Geflecht aus Beziehungen, Konflikten und Sehnsüchten.

Ein verlassenes Ödland, zwei Frauen, die nichts zu verlieren haben – und doch alles riskieren. »Burn Baby Burn« entfacht im Schauspielhaus Kiel ein intensives Kammerspiel voller Spannung, Konfrontation und Hingabe.

Mit Händels »Rodelinda« bringt das Theater Kiel eine der größten Barockopern auf die Bühne – in einer düsteren, atmosphärisch dichten Inszenierung. Vor einer Kulisse aus Stahlkreuzen und verhüllten Skulpturen entfaltet sich eine Geschichte voller Intrigen, Machtkämpfe und unerschütterlicher Liebe.

Mitreißend, intensiv, unvergesslich: Tristan Taubert begeistert in »Extrem laut und unglaublich nah« als neunjähriger Oskar. Die bewegende Inszenierung von Nora Bussenius entführt das Publikum in eine Welt zwischen Verlust, Neugier und Hoffnung. Ein Theatererlebnis, das unter die Haut geht!

Meerjungfrauen? Zu prüde. Sirenen? Zu unheilvoll. »Amph« und »Thetsi« sind »Mermates« – und sie haben die Nase voll von menschlicher Umweltzerstörung! Doch wie kämpft man gegen Plastikfluten und Kapitalismus an? Zwischen Satire und bitterer Realität entfaltet sich ein Theaterabend, der nachhallt.

In der Operette »Die Fledermaus« wird das Kieler Opernhaus zur Bühne für eine funkelnde Wiener Nacht voller Intrigen, Täuschungen und prickelnder Melodien. Die Inszenierung unter der Regie von Daniel Karasek entfesselt das volle Potenzial dieser heiteren wie tiefsinnigen Komödie, in der es um Freundschaft, Ehre und den Einfluss von Champagner geht. Ein Genuss für Opernliebhaber und Neulinge – leicht, ironisch und unvergesslich!

Verletzlichkeit, Feuer, Hölle — mit diesen Worten lässt sich die Inszenierung Carl Maria von Webers Der Freischütz an der Kieler Oper umreißen. Der französische Regisseur Jean-Romain Vesperini feiert mit seiner Inszenierung sein Debüt in Kiel. Er bringt Christophe Chaupin (Licht), Alain Blanchot (Kostüm) und Étienne Guiol sowie Wilfrid Haberey (beide Video) mit in die Landeshauptstadt.

Der Wind und die Wellen kommen in der neuen Spielzeit vorrangig durch Gabriel Feltz. Nur knapp acht Wochen hatte der neue GMD Zeit, seinen frischen Wind zu definieren. Wie er seinen Auftakt in Kiel gestalten möchte, obwohl er vorrangig in Dortmund sein wird, und was die anderen Sparten so zu bieten haben, hat unsere Redakteurin Lena ausfindig gemacht.

In Dariusch Yazdkhastis Inszenierung am Kieler Schauspielhaus wird Arthur Millers zeitloser Klassiker „Tod eines Handlungsreisenden“ zu einer düsteren Reflexion über die menschliche Verlorenheit in der modernen Welt. Zacharias Preen brilliert als Willy Loman, dessen zerrissene Seele und verzweifelte Suche nach Anerkennung das Publikum in den Bann ziehen. Begleiten Sie die Lomans auf ihrem tragischen Weg durch den Nebel der Illusionen und entdecken Sie dabei wichtige Fragen über den amerikanischen Traum und die Bedeutung von Menschlichkeit und Familienbanden.

„Die Weber“ von Gerhart Hauptmann in der Inszenierung des Theater Kiels ist ein intensives Theatererlebnis, das die soziale Ungerechtigkeit im 19. Jahrhundert eindrücklich auf die Bühne bringt. Mit beweglicher Drehbühne, schlesischem Dialekt und starken Scheinwerfern entfaltet sich ein packendes Drama über den Aufstand der Weber und die Kluft zwischen Arm und Reich.

Eine Inszenierung, die zum Träumen einlädt und Musik, die im Gegensatz zu anderen Opern ohne viel Dramatik auskommt. Mit der Wiederaufnahme von Händel und Gretel lässt sich im Kieler Opernhaus dieses Jahr ein zweites Weihnachtsmärchen erleben.