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Wenn wir nicht mehr weiterwissen, greifen wir häufig zu verbalen Waffen, ohne es unbedingt bewusst zu wollen oder nehmen dann doch die Verletzung der anderen Person für ‚the greater good’ – nämlich die eigene, ‚richtige’ Meinung durchzusetzen, willentlich in Kauf.

Im Jahr der amerikanischen Präsidentschaftswahl erscheint ein Film, der einen fiktiven Bürgerkrieg porträtiert. In „Civil War” versucht eine Gruppe Journalist*innen nach Washington zu gelangen. Auf dieser Reise durch ein dystopisches Amerika erleben die Journalist*innen, was es bedeutet, wenn ein Bürgerkrieg ausbricht.

Langanhaltender Applaus, tiefgehende Gespräche im Foyer des Theaters, das Publikum ist sich einig: Diese Inszenierung geht unter die Haut – im positiven Sinne. Johannes Enders Stück ‚Schlachthof 5’, das den gleichnamigen Roman von Kurt Vonnegut in Szene setzt, feierte am 17. Februar Premiere und wir waren dabei.

Der Krieg ist zurück in Europa. Das Theater Kiel zückt einen geschichtlichen Spiegel und bringt DAS Antikriegsstück überhaupt auf die große Bühne im Schauspielhaus an der Holtenauer Straße: Brechts “Mutter Courage und ihre Kinder”. Wie die Premiere bei unserem Redakteur ankam, erfahrt ihr im neuen Artikel.

Kaum ein Thema hat im Jahr 2022 die westliche Welt mehr in Atem gehalten wie der Krieg in Europa. Schockierende Bilder von der Front, Angst und Empörung befeuern Rufe nach Aufrüstung, Frieden und Sicherheit.

Vor rund acht Monaten wurde die Ukraine von Russland überfallen. Auch wenn der Konflikt seit 2014 besteht, kann man wohl sagen, dass mit der russischen Invasion Europa den ersten Angriffskrieg erlebt, seit Hitlers Armeen im vorherigen Jahrhundert den Kontinent in Schutt und Asche legten. Unzählige Ukrainer:innen mussten aus ihrer Heimat fliehen. Allein in Deutschland wurden bis zum 10. Oktober 2022 knapp über eine MillionMenschen aufgenommen. Eine davon ist Prof. Dr. Tetiana Vakhonieva. Frau Vakhonieva ist Juristin mit den Schwerpunkten Zivilrecht, geistiges Eigentum, Arbeitsrecht und Sozialrecht. Die letzten acht Jahre hat sie am Lehrstuhl für Arbeits- und Sozialrecht der Nationalen Taras-Shevchenko-Universität in Kiew gearbeitet. Dann kam der Krieg. Nun ist sie in Kiel untergekommen. Ich treffe Frau Vakhonieva Mitte Oktober am Institut für Osteuropäisches Recht. Das Gespräch findet auf Russisch statt und wird von dem wissenschaftlichen Mitarbeiter und Habilitand Dr. Nazar Panych übersetzt.

Wer mit dem Journalismus liebäugelt, hat vielleicht darüber nachgedacht, dieses Semester das Seminar Recherchieren – Ein Werkzeugkasten zur Kritik der herrschenden Meinung zu besuchen. Daraus wird wohl nichts. Denn der Journalist Patrik Baab, dessen Seminar die Verfasser dieses Textes letztes Semester besuchen konnten, wurde von seinem Lehrauftrag an der CAU freigestellt, weil dessen „Auftreten als ‚Beobachter‘ der völkerrechtswidrigen Scheinreferenden in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine“ den Anschein von Legitimität verleihe, so die Stellungnahme des Präsidiums und des Bereichs Politikwissenschaft der CAU. Baab selbst hält sich mich gerade mit medialen Äußerungen zurück, hat aber dem ALBRECHT eine Stellungnahme gegeben. Was war geschehen?

2014 ist das Gedenkjahr des Ersten Weltkrieges, der vor 100 Jahren beginnt. Das Erinnern an damals wird dieses Jahr allerdings in den Hintergrund gedrängt. Zu sehr liegt der Fokus 2014 auf anderen Kriegsschauplätzen der Welt. Wie kann die Erinnerung an 1914 helfen die Geschehnisse heute besser zu verstehen?