Verdi unter freiem Himmel: Mit »La Traviata« verabschiedet sich das Theater Kiel aus der Spielzeit 2024/25. In sommerlicher Open-Air-Atmosphäre entfaltet sich ein berührendes Drama zwischen Festglanz, Krankheit und großer Liebe – ein Opernerlebnis mitten in der Stadt.

Es wird Sommer, es ist Pride-Month und gute Musik geht immer. Die Kulturredaktion hat für euch wieder in der Plattensau ein paar Tipps für die Playlist auf dem CSD.

Musik für alle und zu jeder Zeit. Grundsätzlich ein sehr schöner Gedanke, welcher mithilfe von Musik-Streamingdiensten auch in die Tat umgesetzt werden kann. Doch dies fordert seinen Tribut. Die Streamingdienste beeinflussen viele Lieder in der Entstehung sowie die Konzertkultur und das nicht nur im positiven Sinne. Doch wie kommt es eigentlich dazu?

Mia Morgans zweites Album Silber kombiniert Metal, Indie-Rock und Hyperpop. Thematisch behandelt es Ungerechtigkeiten in der männerdominierten Musikszene und persönliche Herausforderungen. Mit emotionalen Texten und abwechslungsreichen Melodien spricht das Album sowohl alte als auch neue Fans an. Es ist ein gelungener Schritt in ihrer musikalischen Reise.

Der Ballettabend »Balanchine – Lee – Ivanenko« entführt das Publikum in eine Welt aus klassischen und modernen Tanzformen. George Balanchines »Allegro Brillante« zeigt mit faszinierender Präzision die Essenz des klassischen Balletts. Im Kontrast dazu steht Douglas Lees experimentelle Choreografie »Gatefall«, die durch ihre abstrakte Ästhetik und elektronische Musik besticht. Yaroslav Ivanenko rundet das Programm mit der humorvollen Show-Revue »Skoki Skoki« ab, die mit zauberhaften Illusionen und lebendiger Energie glänzt.

Mit Händels »Rodelinda« bringt das Theater Kiel eine der größten Barockopern auf die Bühne – in einer düsteren, atmosphärisch dichten Inszenierung. Vor einer Kulisse aus Stahlkreuzen und verhüllten Skulpturen entfaltet sich eine Geschichte voller Intrigen, Machtkämpfe und unerschütterlicher Liebe.

Meerjungfrauen? Zu prüde. Sirenen? Zu unheilvoll. »Amph« und »Thetsi« sind »Mermates« – und sie haben die Nase voll von menschlicher Umweltzerstörung! Doch wie kämpft man gegen Plastikfluten und Kapitalismus an? Zwischen Satire und bitterer Realität entfaltet sich ein Theaterabend, der nachhallt.

In der Operette »Die Fledermaus« wird das Kieler Opernhaus zur Bühne für eine funkelnde Wiener Nacht voller Intrigen, Täuschungen und prickelnder Melodien. Die Inszenierung unter der Regie von Daniel Karasek entfesselt das volle Potenzial dieser heiteren wie tiefsinnigen Komödie, in der es um Freundschaft, Ehre und den Einfluss von Champagner geht. Ein Genuss für Opernliebhaber und Neulinge – leicht, ironisch und unvergesslich!

Der Wind und die Wellen kommen in der neuen Spielzeit vorrangig durch Gabriel Feltz. Nur knapp acht Wochen hatte der neue GMD Zeit, seinen frischen Wind zu definieren. Wie er seinen Auftakt in Kiel gestalten möchte, obwohl er vorrangig in Dortmund sein wird, und was die anderen Sparten so zu bieten haben, hat unsere Redakteurin Lena ausfindig gemacht.

Thomas Manns Jahrhundertroman Buddenbrooks ist mit seinen Schauplätzen in und um Lübeck mit der Region fest verwoben. Umso mehr überrascht es, dass nun das Theater Kiel den Stoff mit einem Auftragswerk in die Landeshauptstadt holt – als Oper. Kann man dieses Werk überhaupt vertonen? Und was hat es in der heutigen Zeit noch für eine Aussagekraft?

Kiels Oper auf dem Westufer bringt nach 15 Jahren wieder West Side Story auf die Bühne. Das beinahe ausverkaufte Stück weckt Erwartungen in ganz Kiel. Doch wird die Oper ihnen gerecht?

Puccinis Meisterwerk La Bohéme erinnert an moderne Serien, beleuchtet studentische Probleme und weist brachial auf den Tod hin. Warum es sich für Rodolfo (Tigran Hakobyan) lohnt, seine Ideen ins Feuer zu werfen, kann man noch bis April in der Kieler Oper erfahren.

In der Jugendoper „Die besseren Wälder“ am Theater Kiel wird die bewegende Geschichte von Ferdinand erzählt, einem jungen Wolf, der von Schafen aufgezogen wird. Die eindrucksvolle Aufführung thematisiert Heimat, Familie und das Erwachsenwerden und begeistert mit talentierten jungen Darsteller*innen und einer anspruchsvollen Musikkomposition. Eine künstlerische Brillanz, die das Publikum fesselt und beeindruckt.

Das Universitätsorchester Collegium Musicum begeisterte mit einem beeindruckenden Semesterabschlusskonzert im Audimax. Die Solist*innen Leo Esselson und Johanna Leitz brillierten mit Präzision und Virtuosität in Brahms‘ Doppelkonzert. Unter der Leitung von UMD Daniel Kirchmann wurde auch Tschaikowskys Sinfonie Nr. 6 ‚Pathétique‘ mit emotionaler Tiefe und beeindruckendem Orchesterklang dargeboten. Das Publikum honorierte die herausragende Leistung mit begeistertem Applaus und stehenden Ovationen.

Kurz vor Ende des Sommersemesters lud der Universitätschor Kiel unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Daniel Kirchmann am vergangenen Wochenende zu seinen beiden großen Semesterkonzerten in die Kieler Pauluskirche und die Bordesholmer Klosterkirche. Gemeinsam mit vier Solist*innen sowie der Sinfonietta Lübeck führte das Ensemble am vergangenen Freitag Georg Friedrich Händels Oratorium Israel in Egypt auf.

Das Theater Kiel und die ASten der öffentlichen Hochschulen haben das Kulturticket vorgestellt. Studierende können für einen kleinen Beitrag flexibel Veranstaltungen des Theaters besuchen und somit die vielfältige Kultur in Kiel entdecken. Das Projekt zielt darauf ab, Studierende für Kulturveranstaltungen zu begeistern und ihnen eine kostengünstige Möglichkeit zu bieten, das Theaterangebot zu nutzen.

Am letzten Samstag im Januar brachte die Kieler Universitätsmusik ein fulminantes Konzert auf die große Bühne der Interimsphilharmonie in der Wunderino Arena vor etwa 1 000 begeisterte Zuhörer*innen. Über 160 Musiker*innen im großen Chor und Orchester interpretierten Karl Jenkins‘ The Armed Man – A Mass for Peace. Und das in Zeiten eines Krieges in Europa.