Glitzernde Abendgarderobe, Musik aus jeder Ecke und Liebe in der Luft. Unter dem Motto »Be my Valentine« verwandelte sich das Opernhaus Kiel am Valentinstag anlässlich des 17. Opernballs in den Schauplatz eines rauschenden Festes im Namen der Liebe. Rund zweitausend Gäste von jung bis alt feierten gemeinsam zwischen Herzluftballons bis in die frühen Morgenstunden.
Ein dänisches Paketboot wird zum moralischen Brennglas. »Der blinde Passagier« verhandelt Solidarität, Angst und Verantwortung im Angesicht nationalsozialistischer Verfolgung eindringlich beklemmend und hochaktuell.
Puccinis La Bohème im Audimax: Die Universitätsmusik Kiel bringt große Oper in den Hörsaal. Mit jungem Ensemble, emotionalem Spiel und überraschender Nähe zur studentischen Lebenswelt wird der Campus für einen Abend zum Opernhaus.
Zwischen Kreischen und viel Gefühl präsentiert die Kieler Oper in dieser Saison La Cage aux Folles – ein Musical, das sexuelle Selbstbestimmung, alternative Lebensentwürfe und Identität ergreifend besingt und in Drag hüllt.
Ein berührendes Stück über Geschwister, Krankheit und Sprachgewalt: »Die vielen Stimmen meines Bruders« erzählt autofiktional, wie man mit Humor, Mut und Multiperspektiveität die eigene Stimme (neu) findet – auf und jenseits der Bühne.
Ein verlassenes Ödland, zwei Frauen, die nichts zu verlieren haben – und doch alles riskieren. »Burn Baby Burn« entfacht im Schauspielhaus Kiel ein intensives Kammerspiel voller Spannung, Konfrontation und Hingabe.
Mit Händels »Rodelinda« bringt das Theater Kiel eine der größten Barockopern auf die Bühne – in einer düsteren, atmosphärisch dichten Inszenierung. Vor einer Kulisse aus Stahlkreuzen und verhüllten Skulpturen entfaltet sich eine Geschichte voller Intrigen, Machtkämpfe und unerschütterlicher Liebe.
Mitreißend, intensiv, unvergesslich: Tristan Taubert begeistert in »Extrem laut und unglaublich nah« als neunjähriger Oskar. Die bewegende Inszenierung von Nora Bussenius entführt das Publikum in eine Welt zwischen Verlust, Neugier und Hoffnung. Ein Theatererlebnis, das unter die Haut geht!
Meerjungfrauen? Zu prüde. Sirenen? Zu unheilvoll. »Amph« und »Thetsi« sind »Mermates« – und sie haben die Nase voll von menschlicher Umweltzerstörung! Doch wie kämpft man gegen Plastikfluten und Kapitalismus an? Zwischen Satire und bitterer Realität entfaltet sich ein Theaterabend, der nachhallt.
Die Drehbuchpreisverleihung in Kiel war ein außergewöhnlicher Abend voller Emotionen und Überraschungen. Der Wettbewerb, der von prominenten Sprecher*innen geleitet wurde, enthielt Geschichten wie „Der Tag gehört uns“, „Sieben Senkrecht“ und „Die Kackwurst“, die durch ihre Tiefe und Humor begeisterten. Phoebe Ammon wurde als Gewinnerin des Publikums- und Jurypreises gekürt und konnte jeden überzeugen.
Ella Roads Dystopie »Die Laborantin« reflektiert eine Gesellschaft, in der genetische Tests und gesundheitliche Eignung über Lebensqualität und Chancen entscheiden. Das Stück zieht das Publikum in eine erschreckend realistische Zukunft, in der persönliche Werte den Marktwerten untergeordnet werden. Die emotionalen Darstellungen der Charaktere verdeutlichen die drängenden Fragen nach Moral und Identität in dieser dystopischen Welt.
Almuth Schmidt bringt in »Rockaby – Schluss jetzt – Bing« Becketts existenzielle Texte mit intensiver Ausdruckskraft auf die Bühne. Zwischen Resignation und Verzweiflung entfaltet sich eine beklemmende Atmosphäre der Einsamkeit und Sprachlosigkeit. Minimalistische Inszenierung und eindringliche Monologe lassen das Publikum die Abgründe menschlicher Existenz spüren. Ein unvergessliches Theatererlebnis.
In der Operette »Die Fledermaus« wird das Kieler Opernhaus zur Bühne für eine funkelnde Wiener Nacht voller Intrigen, Täuschungen und prickelnder Melodien. Die Inszenierung unter der Regie von Daniel Karasek entfesselt das volle Potenzial dieser heiteren wie tiefsinnigen Komödie, in der es um Freundschaft, Ehre und den Einfluss von Champagner geht. Ein Genuss für Opernliebhaber und Neulinge – leicht, ironisch und unvergesslich!
Kaum jemand weiß heute noch, dass im Obergeschoss ein funktionstüchtiges Theater schlummert. Und dennoch schlagen sich die studentischen Theaterschaffenden weiterhin durch. Der Traum, bald wieder im Sechseckbau Kultur anzubieten, ist noch am Leben.
In Dariusch Yazdkhastis Inszenierung am Kieler Schauspielhaus wird Arthur Millers zeitloser Klassiker „Tod eines Handlungsreisenden“ zu einer düsteren Reflexion über die menschliche Verlorenheit in der modernen Welt. Zacharias Preen brilliert als Willy Loman, dessen zerrissene Seele und verzweifelte Suche nach Anerkennung das Publikum in den Bann ziehen. Begleiten Sie die Lomans auf ihrem tragischen Weg durch den Nebel der Illusionen und entdecken Sie dabei wichtige Fragen über den amerikanischen Traum und die Bedeutung von Menschlichkeit und Familienbanden.
Ein festlich geschmücktes Haus, ein buntes Programm aus Highlights der Theatersparten und eine große Benefiz-Tombola kurz vor Mitternacht: Die Gesellschaft der Freunde des Theaters in Kiel e.V. lud zum selbsternannten „Höhepunkt der Saison” ins Kieler Opernhaus am Rathausplatz.
Das Kieler Privattheater „Die Komödianten“ feiert 40-jähriges Jubiläum. Von selbst mitgebrachten Sitzplätzen zu einer Kulturinstanz in Kiel.
Kiels Oper auf dem Westufer bringt nach 15 Jahren wieder West Side Story auf die Bühne. Das beinahe ausverkaufte Stück weckt Erwartungen in ganz Kiel. Doch wird die Oper ihnen gerecht?
Lazarus – ein bewegendes Musical, das die Zuschauer zum Lachen, Weinen und Träumen einlädt. Wir begleiten das Alien Newton bei dem Versuch zurück zu seinem Heimatplaneten zu kommen und werden dabei Zeuge von einem Kampf zwischen Hoffnung und Seelenschmerz. Doch am Ende bleibt immer die Frage von Realität oder Illusion.
Der Krieg ist zurück in Europa. Das Theater Kiel zückt einen geschichtlichen Spiegel und bringt DAS Antikriegsstück überhaupt auf die große Bühne im Schauspielhaus an der Holtenauer Straße: Brechts “Mutter Courage und ihre Kinder”. Wie die Premiere bei unserem Redakteur ankam, erfahrt ihr im neuen Artikel.

